Beschwerden nach der Sauna? Daran könnte es liegen

Kopfschmerzen, Herzklopfen, Übelkeit: Manchmal kommt es während oder nach dem Saunabad zu Beschwerden. Die Ursache allerdings ist oft harmlos und lässt sich leicht beheben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die häufigsten Beschwerden wieder loswerden.


 

Kopfschmerzen und Frieren – häufige Sauna-Nebenwirkungen

Vergleichsweise viele Menschen klagen nach der Sauna über Kopfschmerzen und ein verstärktes Kältegefühl. Grund genug für uns, diese beiden Beschwerden näher in den Blick zu nehmen – und Ihnen einige Tipps zur Vorbeugung mit auf den Weg zu geben.


 

Kopfschmerzen nach Sauna: Tipps zur Vorbeugung

Nach einem Saunabesuch stellen sich bei Ihnen häufig Kopfschmerzen ein? Keine Sorge, diese „Nebenwirkung“ kennen viele Saunafreunde. So gehören Kopfschmerzen zu den häufigsten Beschwerden nach der Sauna überhaupt. Das liegt ganz einfach daran, dass unser Körper durch das Schwitzen in der Sauna viel Flüssigkeit verliert. Diese vorübergehende Dehydration quittiert unser Körper mit Kopfschmerzen. Die gute Nachricht: Sie können Kopfschmerzen nach der Sauna ganz einfach vorbeugen. Dabei gehen Sie folgendermaßen vor:

 

  • Trinken Sie vor dem Saunabesuch etwa einen halben bis einen Liter Wasser.
  • Nehmen Sie nach dem Saunieren ebenfalls einen halben bis einen ganzen Liter Wasser zu sich.
  • Verteilen Sie die Flüssigkeitsaufnahme (vor und nach dem Saunieren) insgesamt auf einen Zeitraum von rund 2 Stunden.
  • Legen Sie weniger Saunadurchgänge ein oder Saunieren Sie kürzer, wenn Sie häufig unter Kopfschmerzen leiden.

 

Sollten trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen immer noch Kopfschmerzen nach dem Saunieren auftreten, sollten Sie sicherheitshalber einen Arzt konsultieren.

 


 

Frieren nach der Sauna? Das können Sie tun

Neben Kopfschmerzen berichten auch viele Menschen von einem starken Kältegefühl nach dem Saunieren. Das kann damit zusammenhängen, dass Sie auf die übliche kalte Dusche oder das Bad im eisigen Tauchbecken verzichten. Es ist allerdings gerade dieser Wechselreiz aus heiß und kalt, der den Kreislauf in Schwung bringt – und damit dafür sorgt, dass wir weniger frieren. Sollten Sie trotz Abkühlung mit kaltem Wasser nach dem Saunieren frieren, können Sie die Temperatur der letzten kalten Dusche nach dem Saunagang auch allmählich erhöhen und sich so schonend aufwärmen.


 

Grippesymptome nach der Sauna: Daran könnte es liegen

Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen oder sogar Fieber: Manchmal stellen sich wenige Stunden oder Tage nach einem Saunabesuch hartnäckige Grippe- oder Erkältungssymptome ein. Der Saunabesuch selbst ist dabei allerdings nicht für die Erkältung verantwortlich. Vielmehr besteht eine Erkältung oft schon vorher, die Symptome machen sich nach dem Saunabesuch allerdings erst so richtig bemerkbar. Tipp: Ob Sie die Sauna bei Erkältung nutzen dürfen, erfahren Sie ebenfalls in unserem Magazin.


 

Sonstige Beschwerden im Überblick

Herzklopfen, Kreislaufprobleme, Durchfall: Nach einem Saunabad können vielfältige Beschwerden einsetzen. Nicht immer allerdings ist der Saunabesuch selbst die Ursache. Wir nehmen die wichtigsten Beschwerden in den Fokus und zeigen Ihnen, was Sie dagegen tun können.


 

Herzklopfen nach dem Saunieren

Sie haben das Gefühl, dass Ihr Herz während oder nach dem Saunieren stärker klopft oder deutlich schneller schlägt als sonst? Das ist zunächst kein Grund zur Sorge. So lässt die Hitze während einem Saunagang den Blutdruck steigen und beschleunigt und kräftigt den Herzschlag. Das hängt damit zusammen, dass sich die Blutgefäße beim Saunieren weiten und sich bei der anschließenden Abkühlung wieder zusammenziehen.

Empfinden Sie das starke Klopfen als sehr unangenehm und nehmen ein regelrechtes Herzrasen wahr, sollten Sie die Symptome mit Ihrem Arzt besprechen. Prinzipiell gilt: Bei Herzrhythmusstörungen, einer Herzschwäche oder nach einem Herzinfarkt ist Saunieren tabu!


 

Kreislaufprobleme und Übelkeit nach der Sauna

Viele Menschen saunieren im Liegen. Beim Aufstehen und Verlassen der Sauna kommt es daher zu einer plötzlichen Lageänderung, sodass das Blut in die untere Körperhälfte schießt. Diese sogenannte Orthostase-Reaktion kann vorübergehenden Schwindel und Übelkeit verursachen. Gut zu wissen: Duschen Sie sich nach dem Saunieren mit kaltem Wasser ab, können Sie dem Orthostase-Effekt vorbeugen.

Allerdings können Schwindel und Übelkeit auch Anzeichen einer zu hohen Hitzebelastung sein. Sobald Ihnen merklich übel wird, sollten Sie den Saunagang daher sofort abbrechen. Anderenfalls droht im schlimmsten Fall sogar ein Hitzschlag.


 

Manchmal werden Gelenkschmerzen durch Saunieren verstärkt

Saunieren ist im Regelfall nicht direkte Ursache von Gelenkschmerzen. Im Gegenteil wirkt sich der Gang in die Sauna häufig sogar positiv auf schmerzende Gelenke aus. Unter bestimmten Umständen allerdings kann die feucht-warme Luft in der Sauna Gelenkschmerzen verstärken. Das ist etwa dann der Fall, wenn eine Arthritis vorliegt oder eine Infektion am Gelenk besteht. Stellen Sie während oder nach der Sauna Gelenkschmerzen fest, sollten Sie vorübergehend auf das Saunieren verzichten.


 

Durchfall nach der Sauna? Daran könnte es liegen

Kommt es nach einem Saunagang zu Durchfall, obwohl Sie das Saunieren bislang gut vertragen haben, ist meist ein Virus für den Durchfall verantwortlich. In seltenen Fällen kann Durchfall aber auch darauf hinweisen, dass Sie es mit dem Saunieren übertrieben haben. So sind lange Saunagänge durchaus eine Belastung für den Körper. Zudem regen Sie den Stoffwechsel stark an. Unter Umständen ist leichter Durchfall die Folge. In diesem Fall sollten Sie die Zahl der Durchgänge und die in der (Fass-)Sauna verbrachte Zeit reduzieren.


 

Saunieren am Abend kann Einschlafprobleme verursachen

Studien legen nahe, dass sich Saunieren positiv auf Schlafstörungen auswirken kann und einen tiefen Schlaf fördert. Wer allerdings zu spät sauniert, kann durchaus auch (Ein-)Schlafprobleme bekommen. Der Grund: Als Folge der Abkühlung nach dem Saunabad schüttet der Körper Stresshormone aus, die ein regelrechter Wachmacher sind. Gerade Saunaanfänger sollten daher am Abend nicht mehr saunieren.


 

Rotes Gesicht und marmorierte Haut – die ästhetischen Neben-Effekte der Sauna

Manchmal hat ein Saunabesuch auch unerwünschte ästhetische Effekte. Die Hitze erweitert etwa die Blutgefäße im Gesicht – und färbt dieses vorübergehend rot. Die mitunter unterschiedliche Weitung der Blutgefäße ist auch für einen weiteren Nebeneffekt verantwortlich: marmorierte Haut. Grund zur Sorge besteht allerdings weder bei einem geröteten Gesicht noch bei marmorierter Haut. Beide Symptome verschwinden zeitnah nach dem Abkühlen wieder.

 

Das Team von Meisel & Gerken Fasssauna wünscht Ihnen entspanntes und beschwerdefreies Saunieren!