Ist der Gang in die Sauna gesund?
Das sagt die Medizin

Dass der regelmäßige Besuch einer Sauna gesund ist, ist medizinisch unumstritten. Mittlerweile gibt es sogar zahlreiche wissenschaftliche Belege für Effekte, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Das gilt insbesondere für Herz-Kreislauf- sowie Immunsystem. Warum und auf welche Weise der Körper von Saunabädern profitiert, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

TeeglassSauna


So fördert Sauna die Gesundheit

 

Saunabäder sind eine Wohltat für Körper und Geist. Was man in Skandinavien schon vor 1.500 Jahren wusste, wurde in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch wissenschaftlich bestätigt. Wir stellen Ihnen die vielseitigen positiven Effekte auf die Gesundheit vor, die mit dem Saunieren verbunden sind.

Saunabesuche stärken das Herz-Kreislauf-System

Hohe Temperaturen, reichlich Schweiß, plötzliche Abkühlung. Was nach einer Tortur klingt, hat für das Herz-Kreislauf-System durchaus Vorteile. Der beschleunigte Herzschlag und die Weitung der Blutgefäße gefolgt von beträchtlichen Temperaturunterschieden scheinen die Herzgesundheit langfristig zu stärken. So gilt mittlerweile als gesichert, dass Saunabäder

  1. den Blutdruck senken,
  2. das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren können und
  3. sogar die Wahrscheinlichkeit reduzieren, an einem kardiovaskulären Ereignis zu sterben.

Zu letzterem Schluss kommt etwa eine finnische Studie an der University of Eastern Finnland in Kuopio. Die Forscher fanden heraus, dass die Sterblichkeit der untersuchten Personen sank, je mehr Zeit Sie wöchentlich in der Sauna verbracht hatten.

Saunieren stärkt das Immunsystem

Dass der regelmäßige Besuch einer Sauna gut fürs Immunsystem ist, hängt ebenfalls mit der körperlichen Reaktion auf die hohen Saunatemperaturen zusammen. In Kombination führen eine stärkere Durchblutung, eine Befeuchtung der Schleimhäute und eine erhöhte Körpertemperatur dazu, dass der Körper angeregt wird, Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger zu bilden. Ein Effekt, der bis zu einem gewissen Grad die Widerstandsfähigkeit gegenüber grippalen Infekten stärkt. Dass regelmäßige Saunagänger ein bis zu 50 Prozent niedrigeres Erkältungsrisiko haben könnten, legt eine bereits 1990 durchgeführt Studie nahe.

Entgiftung in der Sauna?

Hört man passionierten Saunagängern zu, scheint die Sache klar zu sein: Regelmäßige Saunabesuche unterstützen die Entgiftung. Klingt im ersten Moment ja auch ganz logisch: In der Sauna geraten wir ordentlich ins Schwitzen und scheiden auf diese Weise – so die Theorie – ganz automatisch etliche Giftstoffe über die Haut aus. Die Sache hat nur einen Haken: In Wahrheit besteht unser Schweiß nahezu vollständig aus Wasser und enthält so gut wie keine – wie auch immer gearteten – „Giftstoffe“. Über den Schweiß kann entsprechend auch kein Detox stattfinden. Einflussreicher könnte dagegen ein anderer Effekt sein. Immerhin regen die heißen Saunatemperaturen nicht nur unsere Schweißproduktion an, sondern fördern auch die Durchblutung und kurbeln den Stoffwechsel an. In der Folge könnte unser Körper auch Giftstoffe schneller abbauen. Zumindest in dieser Hinsicht könnte Saunieren also tatsächlich zur Entgiftung des Körpers beitragen.
Was allerdings die entgiftende Wirkung der Schwitzkur angeht, die immer wieder als gesundheitlicher Vorteil von Saunabesuchen ins Feld geführt wird, muss leider gesagt werden: Hierbei handelt es sich um einen Mythos. Den vielen handfesten gesundheitlichen Vorteilen regelmäßiger Saunabesuche tut dies aber natürlich keinen Abbruch.

Saunabäder fördern die psychische Gesundheit

Nicht nur auf unsere körperliche, auch auf die psychische Gesundheit wirken sich Sauna-Besuche überaus positiv aus. Aus gutem Grund. Während des Saunadurchgangs können Körper und Geist zur Ruhe kommen – und wir entspannen uns. Es sind gerade diese kleinen Phasen vollkommener Entspannung, die uns auch dem stressigen (Berufs-)Alltag mit mehr Gelassenheit begegnen lassen. Dass Saunabäder stressreduzierend wirken, lässt sich übrigens auch körperlich nachweisen. So senken Saunabesuche den Spiegel des Stresshormons Cortisol – und regen zugleich die Bildung des Glückshormons Serotonin an.


Vorsicht: In diesen Fällen ist der Gang in die Sauna nicht gesund

Der regelmäßige Besuch einer Sauna ist gesund. Zumindest für körperlich gesunde Menschen, die im Vorfeld auf Alkohol verzichten. Insbesondere in den folgenden Fällen allerdings sollten Sie von einem Saunabesuch besser absehen – oder sich vorab zumindest ärztlichen Rat einholen.

  1. Herzprobleme oder Bluthochdruck: Wer unter Herzproblemen oder Bluthochdruck leidet, sollte auf Saunieren vorerst verzichten. Zumindest solange, bis der behandelnde Arzt grünes Licht für die Saunabesuche gegeben hat. Der Grund: Die hohen Temperaturen und Temperaturschwankungen, denen der Körper während des Saunierens ausgesetzt ist, trainieren zwar das Herz-Kreislaufsystem, belasten es aber zugleich auch. Bei einer Vorerkrankung ist eine zusätzliche Belastung in einigen Fällen nicht empfehlenswert.
  2. Diabetes: Auch Diabetiker sollten vor dem Besuch einer Sauna Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Die hohen Saunatemperaturen führen dazu, dass gespritztes Insulin wesentlich schneller vom Körper aufgenommen werden kann. Insbesondere bei regelmäßigen Saunabesuchen ist daher unter Umständen eine Anpassung der Medikation nötig. Anderenfalls droht eine Unterzuckerung.
  3. Fieber: Bei Fieber sollte die Sauna grundsätzlich gemieden werden. In diesem Fall ist die Belastung des Körpers schon zu hoch, als dass er von den zusätzlichen Kreislaufbelastungen des Saunierens profitieren könnte. Im Gegenteil: Ein Saunabesuch mit Fieber bedeutet Stress pur für den ohnehin schon geschwächten Körper – und könnte zu einer maßgeblichen Verschlimmerung der Symptome beitragen.
  4. Erkältung: Sauna und Erkältung, das passt einfach nicht zusammen. Auf der einen Seite wird der Körper – gerade bei einem heftigen grippalen Infekt – durch Saunieren zusätzlich gestresst, was eine aufkeimende Erkältung erst so richtig aufflackern lassen kann. Auf der anderen Seite besteht – zumindest in der öffentlichen Sauna – die Gefahr, andere Menschen anzustecken. Ein Punkt, der beim Besuch einer Sauna in Corona-Zeiten natürlich ganz besonderes Gewicht hat.
  5. Alkoholkonsum: Was viele Menschen nicht wissen: Wer sauniert, sollte auf den Konsum von Alkohol vollständig verzichten. Aus gutem Grund. Wird vor oder während des Saunierens Alkohol getrunken, kommt es zu einer ungewollten Verstärkung der Saunawirkung. Soll heißen: Der Herzschlag beschleunigt sich und die Blutgefäße weiten sich noch stärker. Für den Körper bedeutet dies eine starke Belastung, die nicht nur vorrübergehende Kreislaufprobleme, sondern in seltenen Fällen sogar ernsthafte Gesundheitsschäden nach sich ziehen kann. Zumal Alkoholkonsum auch das Zeitempfinden trübt und das Risikobewusstsein herabsetzt, was zu deutlich längeren Saunadurchgängen führen kann.

Dennoch bleibt festzuhalten: Der Besuch einer Sauna ist in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle äußerst förderlich für die Gesundheit.

Das Team von Meisel & Gerken Fasssauna wünscht Ihnen entspanntes und gesundes Saunieren!