Kinder in der Sauna: Das müssen Sie beachten

Sauna und Kinder – kann das gutgehen? Es kann. Tatsächlich haben viele Kids Spaß am gemeinsamen Saunieren mit ihren Eltern. Prinzipiell spricht auch nichts gegen den Saunagang. Vorausgesetzt, es werden einige Grundregeln befolgt. Wir zeigen Ihnen, was es beim Saunieren mit Kindern zu beachten gilt.


Saunieren ist auch für Kinder gesund

Dass ein regelmäßiger Gang in die Sauna gesund ist und viele Vorteile mit sich bringt, haben wir in unserem Magazin bereits mehrfach erläutert. Aber gilt das Ganze auch für Kinder? Die kurze Antwort: Ja. Auch Kinder profitieren von den gesundheitlichen Vorteilen eines Saunabesuchs. Zumal sich junge Körper besonders schnell auf einen drastischen Temperaturwechsel einstellen können. Wenn Kinder regelmäßig saunieren,

  • wird ihre Immunabwehr gestärkt,
  • reduziert sich die Anfälligkeit für Krankheitserreger,
  • lösen sich Verspannungen und
  • können die Atemwegsschleimhäute besser durchblutet werden – was gerade im Winter vor Erkältungen schützen kann.

Dennoch ist Saunieren nicht für jedes Kind bedingungslos zu empfehlen. Insbesondere Alter, Entwicklungsstand und individuelle Vorlieben entscheiden darüber, ob der gemeinsame Saunagang empfehlenswert ist.


Ab wann dürfen Kinder in die Sauna?

Studien legen nahe, dass Kinder schon ab einem Alter von vier Monaten die Hitze in der Sauna gesundheitlich gut vertragen. Ob sie allerdings auch Spaß an einem Saunabesuch haben, steht auf einem anderen Blatt. Empfehlenswert ist es, mit dem Saunieren zu warten, bis der Nachwuchs im fortgeschrittenen Kleinkindalter ist. Ab einem Alter von 4 Jahren ist ein Saunabesuch in der Regel problemlos möglich – und macht den Kleinen ordentlich Spaß.


Voraussetzungen für den Saunabesuch mit Kindern

Um einen unbeschwerten ersten Saunabesuch verbringen zu können, sollten Ihre Kinder einige Grundvoraussetzungen mitbringen.

  • Es dürfen keine Vorerkrankungen vorhanden sein, die gegen einen Saunabesuch sprechen.
  • Die Kinder sollten keine Windeln mehr benötigen. Ein Malheur in der heimischen Fasssauna ist zwar kein Drama, trägt aber auch nicht unbedingt zur Entspannung bei.
  • Ein Mindestalter von vier Jahren ist empfehlenswert.
  • Unfreiwilliges Schwitzen ist sehr unangenehm. Kinder sollten daher nur in die Sauna mitgenommen werden, wenn sie auch Interesse zeigen.

In der Regel ist der Gang in die Sauna für Kinder ab 8 Jahren uneingeschränkt möglich. Eine Aufsicht durch Erwachsene ist aber auch bei älteren Kindern unbedingt erforderlich.


In diesen Fällen ist der Saunabesuch tabu

Prinzipiell gilt: Möchten Sie gemeinsam mit Ihren Kindern saunieren, sollten Sie den Saunabesuch im Vorfeld mit dem behandelten Kinderarzt absprechen. Dieser kennt die Konstitution Ihrer Kleinen am besten und kann Ihnen bei möglichen Kontraindikationen vom Saunagang abraten. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von weiteren Situationen/Gegenebenheiten, in denen Saunieren mit Kindern tabu ist:

  • Ihr Baby ist erst wenige Monate alt.
  • Sauna bei Erkältung? Keine gute Idee – erst recht für Kinder. Der Körper wird dabei stark belastet und vorhandene Symptome könnten sich verschlimmern.
  • Ihr Kind hat Fieber oder eine erhöhte Temperatur.
  • Vor dem Saunabesuch klagt Ihr Sohn oder Ihre Tochter über Unwohlsein.
  • In den letzten Tagen hatte Ihr Kind Durchfall.

Im Zweifelsfall sollten Sie auf das Saunieren mit Kindern verzichten. Immerhin überhitzen Kinder deutlich leichter als Erwachsene – einfach, weil ihre Körperoberfläche im Verhältnis zu ihrem Körpervolumen deutlich größer ist.


Richtig Saunieren mit Kindern: So geht’s

Richtig saunieren mit Kindern bedeutet, die Bedürfnisse der Kleinen ernst zu nehmen. Um für die gesamte Familie ein angenehmes und sicheres Saunaerlebnis zu gestalten, sollten daher eine ganze Reihe von Punkten beachtet werden.


Die Vorbereitung

Nachdem der Kinderarzt grünes Licht für den ersten Saunabesuch gegeben hat, sollten Sie Ihren Nachwuchs bestmöglich auf den anstehenden Saunagang vorbereiten. Das heißt:

  • Erklären Sie den Kleinen, wie ein Saunagang abläuft und was sie erwartet.
  • Machen Sie die Sauna-Regeln und – beim Besuch einer öffentlichen Sauna – die Sauna-Etikette deutlich.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder gut hydriert sind.
  • Gehen Sie nicht direkt nach einer üppigen Mahlzeit in die Sauna. Kindermägen sind empfindlich, Ihren Kleinen könnte übel werden.
  • Benetzten Sie das Gesicht Ihres Kindes kurz vorm Betreten mit etwas kühlem Wasser, um den plötzlichen Hitzeschock abzumildern.

Ob Sie sich für eine finnische Sauna, Dampfbad oder Bio-Sauna entscheiden, bleibt prinzipiell Ihnen überlassen. Die hohen Temperaturen und die trockene Hitze der finnischen Sauna empfinden jüngere Kinder aber mitunter als unangenehm. Es empfiehlt sich daher, mit einer anderen Saunavariante zu starten.


In und nach der Sauna

Auch beim Saunabesuch selbst gilt es einige Regeln zu beachten:

  • Saunieren Sie die ersten Male maximal 5 Minuten.
  • Ältere Kinder mit Saunaerfahrung sollten ebenfalls nicht länger als 10 Minuten saunieren.
  • Brechen Sie den Durchgang sofort ab, wenn sich Ihr Kind unwohl fühlt oder den Wunsch äußert, das Saunieren zu beenden.
  • Nutzen Sie zunächst nur die unterste Bank.
  • Mit entsprechender Saunaerfahrung dürfen sich Kinder auch auf die mittlere Bank setzen – aber nie auf die oberste!
  • Lassen Sie Ihre Kinder niemals allein in die Sauna. Eine Beaufsichtigung ist über den gesamten Saunagang hinweg nötig.
  • Belassen Sie es bei 1-2 Durchgängen.
  • Kühlen Sie Ihren Nachwuchs nach der Sauna schonend ab – am besten mit lauwarmem Wasser.
  • Das Eisbecken ist für junge Kinder tabu!
  • Nach dem letzten Durchgang sollten Sie gemeinschaftlich eine kurze Ruhepause einlegen.

Aufguss: Ja oder nein?

Ob mit Kindern in der Sauna ein Aufguss zu empfehlen ist, ist ein heiß diskutiertes Streitthema. Prinzipiell gilt: Saunieren Sie gemeinsam mit jüngeren Kindern, sind Aufgüsse nicht zu empfehlen. Immerhin können diese die Schleimhäute reizen und daher schnell als unangenehm wahrgenommen werden. Ältere Kinder und Jugendliche können Aufgüsse dagegen durchaus als angenehm erleben.


Kinder zum Saunieren motivieren: Tipps und Tricks

Der Spaßfaktor des gemeinsamen Saunierens steht und fällt mit der Motivation Ihrer Kinder. Ein negatives Saunaerlebnis verleidet dem Nachwuchs auch die Lust auf zukünftige Saunagänge. Überlegen Sie sich daher gründlich, wie Sie den ersten Saunabesuch so angenehm wie möglich gestalten können. Prinzipiell gilt: Halten Sie die ersten Durchgänge kurz, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Zudem können Sie auch während des Saunierens für Abkühlung sorgen. Etwa, indem Sie einen kleinen Eimer mit Eiswürfeln mit in die Sauna nehmen und diese sanft über den Hals oder die Hände Ihrer Kinder streichen.

Ungemein motivierend ist es auch, wenn Sie eine spaßige Aktivität nach dem Saunagang in Aussicht stellen – zum Beispiel die gemeinschaftliche Abkühlung im Pool.

Das Team von Meisel & Gerken Fasssauna wünscht Ihnen und Ihrer Familie viel Spaß beim gemeinsamen Saunieren!