Richtig Saunieren: So geht’s

Sie haben das Saunieren erst kürzlich für sich entdeckt und sind mit den Ritualen, Vor- und Nachbereitungen des Saunagangs noch nicht vertraut? Kein Problem. In diesem Beitrag führen wir Sie in die Kunst des richtigen Saunierens ein – von den Basics über Richtwerte zu Frequenz und Dauer der Saunabesuche bis hin zu Sauna-Etikette und mögliche Kontraindikationen.

TeeglassSauna


Richtig Saunieren für Anfänger: die Basics im Überblick

 

Richtig saunieren will gelernt sein. Wir geben Ihnen eine kurze Anleitung für den gelungenen (ersten) Saunabesuch an die Hand.

Vor dem Saunabesuch

Bevor es mit dem Saunieren losgeht, sollten Sie einige Grundregeln kennenlernen. Zunächst gilt: Betreten Sie die Sauna niemals auf leerem Magen oder kurz nach dem Essen. Ihr Kreislauf wird durch die Bewältigung der großen Temperaturunterschiede bereits genug belastet. Der zweite Punkt, den Sie immer beherzigen sollten: Duschen Sie sich vor dem Gang in die Sauna gründlich ab. Das hat, natürlich, auch hygienische Gründe. Allerdings nicht nur. Eine Dusche hilft, den natürlichen Fettfilm auf unserer Haut zu minimieren – und macht den Körper damit empfänglicher für die vielen positiven Effekte des Saunierens. Ebenfalls gut zu wissen: Neben Ihrem Duschhandtuch sollten Sie ein weiteres Handtuch bereithalten, das ausschließlich als Saunatuch genutzt wird.

Während den Durchgängen

Beim Betreten der Sauna breiten Sie das mitgebrachte Saunatuch auf der Sitzbank aus. Als Sauna-Anfänger sollten Sie bei den ersten Saunabesuchen die unteren oder mittleren Sitzreihen bevorzugen. Hintergrund: Auf der obersten Bank wird es am heißesten. Insbesondere wenig trainierte Saunagänger empfinden die Hitze hier zunächst häufig als unangenehm.
Wichtig: Bevor Sie die Sauna verlassen, sollten Sie sich für einige Minuten aufrecht hinsetzen. Ein zu schnelles Aufstehen belastet den Kreislauf und kann zu Schwindelgefühlen oder – in Ausnahmefällen – auch zu einer kurzen Ohnmacht führen. Getrunken wird übrigens erst wieder, sobald sie den Saunaraum verlassen haben. Auf diese Weise kann Ihr Körper bestmöglich entschlacken.
Sollten Sie sich während des Saunagangs unwohl fühlen, dürfen Sie die Sauna selbstverständlich jederzeit verlassen. Ansonsten gilt die übliche Sauna-Etikette, auf die wir in diesem Artikel ebenfalls noch zu sprechen kommen.

Nach dem Saunieren

Nach dem letzten Saunadurchgang ist eine kalte Dusche obligatorisch. Letztere dient auch in diesem Fall nicht ausschließlich der Hygiene. Vielmehr ist die Abkühlung maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Besuch einer Sauna gesund ist. Es sind eben diese extremen Temperaturunterschiede, die den Stoffwechsel anregen, das Immunsystem stärken und das Herz-Kreislauf-System trainieren.
Während des Saunierens sind Sie ganz schön ins Schwitzen geraten. Jetzt sollten Sie daher ausreichend trinken (Mineralwasser, Tee oder Schorlen), um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen.


Wie häufig, wie lange, wie viele Durchgänge? Richtwerte im Überblick

 

Wie viele Saunabesuche pro Woche mit welcher Länge sinnvoll sind, hängt stark mit individuellen Vorlieben, Konstitution und Sauna-Erfahrung zusammen. Viele Sauna-Vorteile stellen sich – eine gewisse Regelmäßigkeit vorausgesetzt – jedenfalls schon bei einem Besuch pro Woche ein. Folgende Zahlen sind daher nur als Richtwerte anzusehen:

  • 1 bis 3 Saunabesuche pro Woche
  • 2 bis 3 Durchgänge je Besuch
  • etwa 8 bis 15 Minuten pro Saunadurchgang
  • rund 10 bis 15 Minuten Pause zwischen den Durchgängen

Wie oft Sauna-Gänge sinnvollerweise eingeplant werden sollten, beleuchten wir in einem separaten Beitrag genauer.

Die Sauna-Etikette

Nicht nur auf unsere körperliche, auch auf die psychische Gesundheit wirken sich Sauna-Besuche überaus positiv aus. Aus gutem Grund. Während des Saunadurchgangs können Körper und Geist zur Ruhe kommen – und wir entspannen uns. Es sind gerade diese kleinen Phasen vollkommener Entspannung, die uns auch dem stressigen (Berufs-)Alltag mit mehr Gelassenheit begegnen lassen. Dass Saunabäder stressreduzierend wirken, lässt sich übrigens auch körperlich nachweisen. So senken Saunabesuche den Spiegel des Stresshormons Cortisol – und regen zugleich die Bildung des Glückshormons Serotonin an.

  • Betreten Sie die Sauna unbekleidet.
  • Nehmen Sie ausschließlich Ihr Saunatuch mit und breiten Sie dieses auf der Sitzbank aus.
  • Wer nicht nackt in die Sauna gehen möchte, kann sich ein zweites Handtuch umwickeln.
  • Betreten oder verlassen Sie die Räumlichkeiten der Sauna nicht während eines Aufgusses.
  • Duschen Sie sich vor und nach dem Saunabesuch gründlich ab.
  • Halten Sie ausreichend Abstand zu anderen Saunagästen – das gilt nicht nur für die Sauna in Corona-Zeiten.

Saunieren: Ja oder ein? Über Kontraindikationen und Einschränkungen

 

In den meisten Fällen gehen regelmäßige Saunabesuche mit erheblichen gesundheitlichen Vorteilen einher. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen Saunieren sogar schädlich sein kann und zumindest im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden sollte.

In diesen Fällen ist Saunieren ohne ärztliche Absprache tabu

Verzichten sollten Sie auf den Saunabesuch insbesondere in folgenden Fällen.

  • Alkohol: Der Konsum vom Alkohol führt zu einem beschleunigten Herzschlag sowie einer Weitung der Blutgefäße – und damit zu einer ungewollten Verstärkung des Saunaeffekts. Für den Kreislauf ist dies höchst problematisch. Verzichten Sie daher vor, während und nach dem Saunieren auf Alkohol.
  • Erkältung: Sauna bei Erkältung? Geht gar nicht. Und erst recht nicht bei Fieber. Mit einer Erkältung ist Ihr Körper schon genug belastet. Im schlimmsten Fall werden bestehende Symptome sogar noch verstärkt. Ganz zu schweigen davon, dass Sie in einer öffentlichen Sauna andere Menschen anstecken könnten
  • Vorerkrankung: Mit ernsthaften Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herzproblemen sind Saunabesuche oft ebenfalls kontraproduktiv. Besprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt, ob Saunieren für Sie empfehlenswert ist.
  • (Risiko-)Schwangerschaft: Schwangere dürfen zwar prinzipiell in die Sauna – allerdings nicht innerhalb der ersten 12 Schwangerschaftswochen und nicht bei einer Risikoschwangerschaft. Mehr zum Thema Sauna in der Schwangerschaft lesen Sie in unserem Blog.

Darüber hinaus gilt: Fühlen Sie sich während des Saunierens unwohl, sollten Sie Saunabäder mit geringeren Temperaturen bevorzugen. Stellen Sie auch dann noch Kreislaufprobleme, Schwindel oder Unwohlsein fest, sollten Sie besser auf den Gang in die Sauna verzichten.


Richtig Saunieren zu Hause: Das gilt es zu beachten

Wer das Glück hat, eine eigene (Fass-)Sauna zu besitzen, darf sich insbesondere in puncto Etikette einige Freiheiten erlauben. Im Kern gelten für die Heimsauna aber die gleichen Empfehlungen wie für das Saunieren in öffentlichen Räumlichkeiten.
Liebäugeln Sie mit der Anschaffung einer privaten Sauna, laden wir Sie herzlich dazu ein, unsere selbstgefertigten Holz-Fasssaunas kennenzulernen!

Das Team von Meisel & Gerken Fasssauna wünscht Ihnen viel Spaß beim (richtigen) Saunieren!