Sauna und Corona –
Alles Wissenswerte im Überblick

2020 bestimmte die Corona-Pandemie maßgeblich unseren Alltag. Und aller Voraussicht nach wird uns das Coronavirus auch noch das Jahr 2021 über in Atem halten. Doch was bedeutet die gegenwärtige Lage eigentlich für Saunagänger? Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr während eines Saunabesuchs? Und welche Hygieneregeln müssen während des Saunabesuchs beachtet werden? Wir erläutern Ihnen, was es rund um Sauna und Corona zu wissen gilt.

TeeglassSauna

Mögliche Übertragungswege des Coronavirus

 

Wer die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus in der Sauna nachvollziehen möchte, sollte sich zunächst die üblichen Übertragungswege des Coronavirus vor Augen führen. So gibt es vornehmlich drei Wege, wie Infizierte, das Virus weitergeben können:

  1. Tröpfcheninfektionen: Insbesondere beim Husten und Niesen, aber auch beim Atmen und Sprechen, werden virushaltige Tröpfchen ausgestoßen, die andere Personen mit dem Coronavirus anstecken können. Diese Tröpfcheninfektionen gelten als Haupttreiber der Corona-Pandemie.
  2. Aerosole: Kleine virushaltige Partikel, die über einen längeren Zeitraum hinweg in der Luft schweben können, bezeichnet man als Aerosole. Insbesondere in ungelüfteten Innenräumen spielen Aerosole eine bedeutende Rolle als Treiber der Pandemie.
  3. Schmierinfektionen: Möglich, wenn auch weniger häufig anzutreffen, sind auch sogenannte Schmierinfektionen. Befinden sich virushaltige Partikel in Folge einer Berührung kontaminierter Gegenstände an den eigenen Händen, kann eine Infektion bei Kontakt mit Nasen- und Mundschleimhaut sowie der Augenbindehaut erfolgen.

Bleibt festzuhalten: Die Ansteckung mit dem Coronavirus ist überall dort wahrscheinlich, wo sich viele Menschen auf engem Raum aufhalten. So ist die Übertragungswahrscheinlichkeit beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln vergleichsweise hoch. Immerhin ist es hier oft kaum möglich zu anderen Fahrgästen Abstand zu halten (neben zertifizierten Schutzmasken das wohl beste Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie). Eine Übertragung ist hier sowohl über Tröpfcheninfektionen und Aerosole als auch über Schmierinfektionen möglich.


Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr in der Sauna?

Die schlechte Nachricht für Saunafreunde zuerst. Öffentliche Saunen haben – zumindest auf den ersten Blick – viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln gemeinsam. Auch hier befinden sich mehrere Menschen in einem geschlossenen Innenraum. Eine Ansteckung ist damit in jedem Fall möglich. Es gibt allerdings einen kleinen Lichtblick. Gleich mehrere Faktoren sprechen dafür, dass die Ansteckungswahrscheinlichkeit beim Saunieren doch wesentlich geringer ausfällt als eingangs befürchtet:

  • Coronaviren wie SARS-CoV-2 mögen es eher kühl als heiß. Je höher die Temperatur, desto weniger aktiv sind entsprechende Viren. Insbesondere die hohen Temperaturen der finnischen Sauna bietet dem neuartigen Coronavirus damit alles andere als ideale Voraussetzungen.
  • Schmierinfektionen dürften in Saunen keine große Rolle spielen. Die heiße und trockene Luft, macht den Viren im wahrsten Sinne des Wortes das Leben schwer. Hinzu kommt, dass die Innenräume von Saunen – sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich – im Regelfall sehr häufig desinfiziert werden.
  • Gerade in den oberen Atemwegen könnte es durch Inhalation der heißen Saunaluft zu einer Reduzierung der Viruslast kommen.

Die Sache mit dem Schweiß

Bei einem Saunaaufenthalt gerät man natürlicherweise gehörig ins Schwitzen. Es drängt sich also die Frage auf: Wird das Coronavirus auch durch Schweiß übertragen? Ganz ausschließen lässt sich diese Möglichkeit aus wissenschaftlicher Sicht nicht. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Schweiß bei der Ausbreitung von SARS-CoV-2 keine oder allenfalls eine vernachlässigbare Rolle spielt.


Sauna gegen das Coronavirus? Über Hoffnungen und Mythen

Sauna-Enthusiasten lassen sich mitunter gar zu der These hinreißen, dass regelmäßiges Saunieren eine Waffe im Kampf gegen das Coronavirus sein könnte. Letzteres ist sicherlich ins Reich der Mythen zu verbannen. Auch wenn sich mit dem regelmäßigen Besuch einer Sauna das Immunsystem stärken lässt: Saunagänge können nicht vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 schützen. Dafür ist das Virus für unser Immunsystem zu neuartig. Anlass zur Hoffnung bietet aber die Tatsache, dass der Gang in die Sauna gesund ist – und unser Immunsystem nachhaltig stärkt. Möglich also, dass Saunagänger auch die Symptome einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus insgesamt besser verkraften könnten. Wer den Saunabesuch mit einer Trockensalzinhalation kombiniert, könnte dabei zusätzlich profitieren. Immerhin ist eine solche Salzinhalation in der Lage, Entzündungen in Atemwegen und Lunge zu reduzieren. Eines jedenfalls ist sicher: Entspannende Saunabesuche sind ein Segen für die Psyche – und damit zumindest gegen den Corona-Stress ein überaus erfolgsversprechendes Rezept.


Sauna in Corona-Zeiten: eine Hygiene-Checkliste

Sauna-Hygiene ist wichtig, um eine Übertragung von Krankheiten zu vermeiden. Im Pandemie-Jahr 2021 ist eine verantwortungsvolle Sauna-Hygiene natürlich umso bedeutender. Unsere Checkliste verrät, worauf Sie beim Saunabesuch achten sollten.

Für den Besuch öffentlicher Saunas gilt

  • Verzichten Sie bei Erkältungssymptomen auf einen Sauna-Besuch. Mehr zum Thema „Sauna bei Erkältung“ lesen Sie in unserem Blog.
  • Bevorzugen Sie Sauna-Arten mit wärmeren Temperaturen (z.B. finnische Sauna).
  • Waschen Sie sich vor Betreten der Sauna gründlich die Hände, um eine mögliche Virenbelastung zu entfernen.
  • Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Sauna-Nutzern.
  • Beachten Sie die Hust- und Niesetikette: Niesen und Husten Sie ausschließlich in die Armbeuge.
  • Nutzen Sie neben dem Saunahandtuch ein separates Trockenhandtuch.
  • Waschen Sie sich unmittelbar nach dem Saunagang zunächst die Hände, bevor Sie mit Ihrer übliche Körperreinigung beginnen.
  • Desinfizieren Sie Ihre Hände nochmals nach Verlassen der Sauna-Einrichtung.

Für private Saunas gilt zusätzlich

  • Nutzen Sie die Sauna-Räumlichkeiten nach Möglichkeit alleine.
  • Sofern Sie nicht alleine saunieren möchten: Beschränken Sie den Saunagang auf die eigenen Haushaltsmitglieder.
  • Desinfizieren Sie den Sauna-Innenraum gründlich nach jeder Nutzung.

Eine private Sauna: In Corona-Zeiten ein echter Trumpf

Privatsphäre, flexible Nutzungsmöglichkeiten und kurze Wege: Eine private Sauna hat schon in normalen Zeiten gewichtige Vorteile gegenüber der Nutzung einer öffentlichen Sauna. Mitten in der Corona-Pandemie ist die private Sauna hygienetechnisch aber kaum zu schlagen. Wird sie alleine oder ausschließlich mit weiteren Haushaltsmitgliedern genutzt, besteht keine erhöhte Ansteckungsgefahr mit SARS-CoV-2. Das gilt natürlich auch für das Grippevirus oder andere Erkältungsviren. Und im Falle eines Lockdowns ist sie für passionierte Saunagänger sogar die einzige Möglichkeit, in den Genuss eines entspannenden Saunbads zu kommen.

Grund genug, sich unser Fasssaunen-Sortiment etwas genauer anzuschauen. Nehmen Sie sich Zeit und entdecken Sie unser Sortiment.

Das Team von Meisel & Gerken Fasssauna wünscht Ihnen entspannte Saunabesuche. Bleiben Sie gesund!