Sauna bei Erkältung? Das müssen Sie wissen

Der Hals kratzt, die Nase ist dicht, die Glieder schmerzen: Jetzt schnell in die Sauna, um der aufziehenden Erkältung den Garaus zu machen? Keine gute Idee. Warum, verraten wir Ihnen in diesem Blogbeitrag. Nützliche Tipps und wertvolles Hintergrundwissen rund um das Thema Sauna und Erkältung inklusive.

TeeglassSauna


Sauna bei Erkältung: Ja oder nein?

Man hört es immer wieder: „Eine Erkältung muss man in der Sauna einfach ausschwitzen“. Was zunächst gar nicht so abwegig klingt – immerhin ist die Sauna gut fürs Immunsystem und beugt Erkältungen vor – ist in der Praxis nicht zu empfehlen. Der Grund: Ein Saunagang bringt unseren Körper gehörig auf Trab. Während der plötzliche Temperaturwechsel und die ungewöhnlich hohen Temperaturen im gesunden Zustand ein willkommenes Training für unseren Kreislauf sind, bedeuten sie bei einer Erkältung zusätzlichen Stress für unseren Körper. Immerhin ist dieser bereits voll und ganz damit beschäftigt, die Erkältungsviren zu bekämpfen – und hat schlicht keine Ressourcen mehr für ein Kreislauftraining. Dass sich viele Keime bei warmen Temperaturen besonders schnell vermehren können, macht das Saunieren mit einer Erkältung noch einmal riskanter.

Wer trotz Erkältung in die Sauna geht, riskiert daher, dass sich die Symptome verschlimmern bzw. die Erkältung erst so richtig aufflammt.

Die Antwort auf die Eingangsfrage: ein klares Nein! Wer richtig erkältet ist, sollte das Bett hüten – und hat nichts in einer Sauna verloren. Das gilt erst recht, falls die entsprechende Sauna zusammen mit anderen Personen genutzt werden sollte. Auf engstem Raum gemeinschaftlich schwitzend, ist die Gefahr einer Ansteckung extrem hoch. Das gilt erst recht in Corona-Zeiten! Was Sie zu Sauna und Coronawissenmüssen, haben wir ebenfalls in unserem Blog für Sie zusammengefasst.

Keine gute Idee: Sauna bei Husten, Fieber Halsschmerzen und Co.

Eine Erkältung kann höchst unterschiedlich erlebt werden. Während es bei einigen beim bloßen Halskratzen bleibt, gesellt sich bei anderen heftiger Husten oder sogar Fieber hinzu. Unbedingt meiden sollten Sie die Sauna bei Symptomen wie:

  • Fieber – auch wenn Ihre Temperatur nur leicht erhöht ist
  • Husten, sofern er nicht allergiebedingt auftritt
  • eine ausgewachsene Bronchitis
  • starke Halsschmerzen
  • Schnupfen und eine dichte Nase

Daran ob ein Saunagang bei einem kaum merklichen Kratzen im Hals, einer trockenen Nase oder leichten Gliederschmerzen, noch vertretbar ist, scheiden sich die Geister. Verhindern jedenfalls lässt sich der Ausbruch einer bevorstehenden Erkältung durch den Besuch einer Sauna nicht. In einem frühen Erkältungsstadium muss Saunieren aber auch nicht zwangsweise zur Verschlimmerung der Symptome beitragen.

Unsere Empfehlung:

Verzichten Sie Ihrer Gesundheit zuliebe auf den Saunagang, sobald Sie erste Erkältungsanzeichen feststellen – auch dann, wenn es sich nur um ein Kratzen im Hals handeln sollte.


Nur für Sauna-Experten: Verantwortungsvolles Saunieren bei leichten Erkältungsanzeichen

Als passionierter Saunagänger können Sie Ihren Körper in Folge jahrelangen Saunierens besonders gut einschätzen? Dann ist es verständlich, dass Sie sich trotz leichten Erkältungsanzeichen nicht von einem Saunabesuch abbringen lassen möchten. Um Ihren Körper nicht zusätzlich zu schwächen, sollten Sie allerdings einige Grundregeln beachten:

  • Bei eindeutigen, (mittel)schweren Erkältungssymptomen wie Fieber oder hartnäckigem Husten bleibt der Saunabesuch tabu.
  • Allzu hohe Temperaturen bedeuten für den Körper, der gegen eine anrückende Erkältung kämpft, zusätzlichen Stress. Als Alternative zur klassischen finnischen Sauna empfiehlt sich daher die Bio-Sauna, in der Temperaturen zwischen 45 und 60 °C herrschen.
  • Die Luft in der klassischen Sauna ist nicht nur heiß, sondern auch trocken. Anders sieht es bei einem Dampfbad aus. Bei der speziellen Sauna-Art herrscht durch das Verdampfen von Wasser in Folge des Aufgießens auf einen heißen Stein eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Auf diese Weise werden die erkältungsbedingt ohnehin gereizten Schleimhäute nicht weiter ausgetrocknet.
  • Auf Eisbäder, kalte Duschen und Co. sollten Sie nach dem Saunieren verzichten. Der schnelle Temperaturwechsel belastet den Kreislauf bei einer leichten Erkältung zusätzlich.
  • Gönnen Sie Ihrem Körper ausreichend Zeit zur Erholung zwischen den Saunabesuchen und lassen Sie es bei einem kurzen Saunagang pro Tag bewenden.
  • Haben sich die Erkältungssymptome seit dem letzten Saunagang verschlimmert, sollte auf weiteres Saunieren verzichtet werden, bis die Erkältung vollständig auskuriert ist.

Voraussetzung für das verantwortungsvolle Saunieren bei leichten Erkältungsanzeichen: Eine eigene Sauna – beispielsweise eine Fasssauna im Garten. Öffentliche Saunas dagegen sollten tabu sein. Der Grund: Selbst bei leichten oder unklaren Erkältungssymptomen könnten Sie andere Menschen anstecken.


Nach überstandener Erkältung: Wann sind Saunabesuche wieder empfehlenswert

 

Die akute Erkältungsphase dauert oftmals nur wenige Tage an. Danach fühlen wir uns in rascher Geschwindigkeit wieder fit. Manchmal spüren wir aber auch nach mehreren Wochen noch Symptome wie eine leichte Schnupfnase. Die große Frage lautet: Ab wann ist ein bedenkenloses Saunieren wieder möglich?

Allzu pauschale Antworten sind auch bei dieser Frage nicht möglich. Am sichersten ist es, abzuwarten bis alle Symptome vollständig verschwunden sind – und die Sauna-Pause im Anschluss noch um einige weitere Tage zu verlängern. Wer dagegen zu früh wieder mit dem Saunieren beginnt, läuft Gefahr, eine Erkältung zu verschleppen. In diesem Fall könnte der grippale Infekt erneut in voller Härte aufflackern – mitunter sogar mit noch stärkeren Symptomen.

Und auch nach auskurierter Erkältung gilt: Lassen Sie es langsam angehen. Lange und häufige Sauna-Durchgänge sollten in den ersten Wochen nach der Genesung möglichst vermieden werden. Der Körper benötigt Zeit, um sich wieder vollständig zu regenerieren und zur alten Kraft zurückzufinden. Alternativen zur finnischen Sauna wie die Bio-Sauna oder das Dampfbad, in denen weniger hohe Temperaturen herrschen, sind nach einer Erkältung die bessere Wahl. Hinweise darüber, wie oft Sauna-Besuche für Ihre Gesundheit empfehlenswert sind, geben wir Ihnen in unserem Blog ebenfalls an die Hand.


Private Sauna: bei einer Erkältung unschlagbar

So viel ist klar: Im Zusammenhang mit einer Erkältung profitieren Sie ganz besonders von einer eigenen Sauna.

  • Durch die Meidung öffentlicher Saunas beugen Sie einem Erkrankungsrisiko vor, immerhin fühlen sich Erkältungsviren in dem warmen Umfeld besonders wohl.
  • Ihre private Sauna können Sie auch mit leichten Erkältungssymptomen nutzen, ohne Gefahr zu laufen, andere Saunagänger anzustecken.
  • Sie haben die Möglichkeit, die Temperatur nach eigenem Ermessen einzustellen. Bei einer aufziehenden Erkältung können Sie entsprechend bei niedrigeren Temperaturen saunieren.
  • Mit einer eigenen Sauna zuhause entfallen lange Wege, die – gerade bei nasskaltem Wetter – das Immunsystem zusätzlich belasten.
  • Die Privatsauna lädt zu besonders häufigem Saunieren ein. Durch die stärkere Nutzung trainieren Sie auch Ihr Immunsystem – und können Erkältungen damit wirksam vorbeugen.

Gut zu wissen: Ob für den Garten, die Dachterrasse oder den Keller – bei uns finden Sie eine große Auswahl an Holz-Fasssaunen aus eigener Herstellung.

Das Team von Meisel & Gerken Fasssauna wünscht Ihnen gesundes Saunieren!